Runder Geburtstag & Mayastadt

Buenos Tardes Amigos!

Gestern hatte der kleine Andreas Geburtstag 🎈 🎁 🎂 ! Und auch noch einen Runden dazu 🙃

Nema (Venezuela), Gregory (Schweden), Kirk (Texas) und ich (hinter der Kamera 😁) „feiern“ in Andreas‘ Geburtstag rein – ein bisschen Meeresrauschen (hinten zu sehen) und Mosquitos 🦟 inklusive

Passend wurden wir morgens schon erwartet mit einem passenden kleinen Geburtstagskuchen 🍰…

Sehr schön – und der kleine Mattias wollte unbedingt noch eine Runde Schach mit Ændy spielen – und Andreas hat ihn gnadenlos abgezogen (hatte aber auch seine Schwierigkeiten)…. der kleene Pöks ist nämlich in einer Schachschule.

Frühstück mit Schachmeister Mattias und Geburtstagskuchen (man achte auf die Kerze!)
Frühstück
Die internationale Familie (Venezuela und USA), die uns gleich in den Kreis der Familie aufnahm -sowie rechts die beiden Hotelbesitzer David und Lea

Nach dem Frühstück 🍳🥞 hieß es dann Abschied nehmen aus dem Paradies PUNTA ALLEN.

Das „Straßenbild“ von Punta Allen
Einfach nur ein Steinhaufen in Punta Allen: Wie viele Leguane könnt Ihr im Hintergrund sehen?
Punta Allen
Die alte Brücke nach Punta Allen
Auch bei der „neuen“ Brücke (über die wir gefahren sind) hätte der deutsche TÜV sicher ein paar Nachfragen

Es ging wieder zurück über Holperpiste – allerdings mit einem Zwischenstopp in COBÁ. Dabei handelt es sich um eine riesige historische Ruinenstadt der Maya – mitten im Dschungel. Herzstück ist eine 42 Meter hohe Pyramide – die es zu erklimmen galt. Es hatte in der Nacht etwas geregnet, dementsprechend waren die 30 Grad durch die hohe Luftfeuchtigkeit noch etwas drückender als die Tage zuvor. Und das mit unseren farbenfrohen Sonnenbränden von der Bootstour des Vortages.

Mir wurde übrigens gesagt, das die Mexikaner uns Deutsche wegen der Farbgebung deswegen auch gern „Shrimps“ 🦐 nennen …. gepasst hätte es jedenfalls.

Erbaut wurde Cobá während der klassischen Mayaperiode (600–900 n. Chr.) – zu einer Zeit also, als wir und noch mit Fellen bekleidet gegenseitig auf die Helme gehauen haben. Die Stadt nahm eine Fläche von bis zu 70 km² ein – davon ist heute natürlich nicht mehr viel zu sehen. Trotzdem: sehr beeindruckend!

Die große Pyramide von Cobá
Sehen horstig aus, sind aber absolut notwendig: Strohhüte
Kommt, das hat schon ein bisschen was von Indiana Jones 😅
Und es war schon ein sehr erhabenes Gefühl, in der Höhe über den Urwald zu schauen – so weit das Auge reicht
Die große Pyramide von Cobá – über 40 Meter hoch!
Ændy, die alte Bergziege, macht ne gute Figur!
Und das bei sehr hohen Treppenstufen – und einer großen Neigung, nach hinten kippen kann ne eine ganz schön schmerzhafte Angelegenheit werden.
Wir sind derzeit auf der östlichen Seite der Halbinsel Yucatan unterwegs

Ein karibischer Traum!

Was soll ich sagen: gestern war so ein unglaublich schöner Tag – das kann ich gar nicht so recht beschreiben.
Trotzdem ein Versuch!

Der Strand von Punta Allen – und links unsere Unterkunft für das letzte Wochenende

Vorgeschichte:
Freitag war meine erste Sprachschul-Rosskur-Woche zu Ende. Aber im Sprachtest habe ich dann tatsächlich 8,8 von 10 möglichen Punkten erreicht. Und Ihr könnt Euch gar nicht vorstellen, wie sehr ich mich auf das Wochenende gefreut hatte!
Andreas und ich sind dann Freitag von Playa del Carmen mit einem Mietwagen (geilo – 8€ am Tag!!) nach PUNTA ALLEN aufgebrochen. Ein verschlafenes Fischerdorf mit 400 Einwohnern – am Ende einer endlos langen Landzunge. Der Ort liegt am karibischen Meer – und ist der einzige Ort hier am Biosphärenreservat “Sian Ka`An” (Unesco-Weltkulturerbe – 5.280 km²). Ich hatte im Vorfeld schon gelesen, dass hier 4.000 Pflanzenarten, 28 Säugetierarten, 400 Fischarten und 300 Vogelarten eine Heimat haben!

Prachtfregattenvogel – von denen haben wir viele gesehen. Und über unserem Haus und am Strand zogen Scharen von Pelikanen ihre Kreise

Aber erst einmal mussten wir ja ankommen. Vom letzten “zivilisierten” Ort Tulum (DER Hippie-, Hipster- und Yoga-Hotspot schlechthin) waren es noch einmal 30 km – und dafür haben wir dann auch mit dem Auto 2 Stunden (!!) gebraucht. Die Mexikaner, denen ich hier von meinen Reiseplänen im erzählt hatte, haben mir alle abgeraten und mich nur ungläubig angeschaut. Was ich denn an diesem abgelegnen Ort wolle? Es gäbe dort ja überhaupt keine Partys, keine richtigen Restaurants, keine Musik und da sei ja der Hund verfroren…. Und mit jedem dieser Argumente wurde mein Wunsch, hierherzufahren größer und mein Lächeln breiter. Und was soll ich sagen: es war sogar noch viel “schlimmer”: Es gab nur stundenweise Elektrizität – und zu dieser Zeit auch nur eine lausige Internetverbindung. Es gab absolut KEIN Handynetz, keine Straßen (eher ein kraterähnlicher freier Pfad) keine Fernseher, fließend kaltes Wasser und 0,0 Remmidemmi (Deswegen auch jetzt erst der verspätete Blog-Eintrag).
Herrlich! Wir waren am Arsch der Welt angekommen – wunderschön!


Neben einem schwedischen Paar und einer fünfköpfigen “venezuelanisch-texanisch-mexikanischen” Familie waren wir auch wahrscheinlich die einzigen Gäste an diesem verwunschenen Ort. Auf Grund der Lage in einem geschützten Gebiet und der relativ beschwerlichen Anreise werden sich hier auch hoffentlich nie Hilton-Hotels, Supermärkte oder ähnliches ansiedeln können.

Punta Allen: Blick von unserer “Terrasse” Richtung Meer

Eine Tex-Mex-Venez-Famile, die wir dort kennenlernten, kommt fast wöchentlich hierher – und wohnte auch in unserer kleinen Unterkunft, und wir waren irgendwie gleich Teil der Familie: wir haben gleich gemeinsam gefrühstückt – die Venezuelanerin hatte für uns Arepas mit Ei und Käse zum Frühstück in der Gemeinschaftsküche gemacht (Arepas sind fritierte Maisfladen, ein bisschen wie Pitas).

HAUPTGESCHICHTE:
Nun komme ich zum wunderschönen gestrigen Tag: Wir haben eine Bootstour mit unserem Herbergsvater David gemacht – ne ziemlich coole Type Mitte 30 – und wie die meisten Einheimischen in Punta Allens ein richtiger Maya.

David: Unser Gastgeber, Tourguide und Schnorchelprofi

David erzählte uns unter anderem, dass hier schon mehrfach Drogenpakete angeschwemmt worden sind. Unter anderem hatte er am Strand schon ein Kilopket Kokain gefunden, dass er für 50.000 Pesos weiterverkaufen konnte. 50.000 Pesos sind ca 2.500 €. Der Betrag war so gering, weil die Ware feucht geworden war. Er hat aber auch schon drei Kilo Marihuana gefunden – die aber wahrscheinlich eher zur Selbstmedikation Verwendung fanden. Mit ihm und den beiden Schweden sind wir hinaus aus den Mangrovensümpfen in eine große Lagune gefahren – vorbei an Fischadlern und lauter anderem großen Federvieh.

Mehrere Delfinfamilien schwammen entspannt neben uns her an einer Stelle, die auch von einigen anderen Ausflugsbooten genutzt wurde.

Mehrere Delfinfamilien neben unserem kleinen Boot
Dann ging es auch schon wieder weiter zum “Snake Island”, wo unzählige Kormorane, Große Prachtfregattvögel, Braunpelikane und “Bobo Café” (eine Tölpelart) in den Bäumen saßen. Man war das schön!
Snake-Island – und uns herum nur Natur!


Der Höhepunkt stand uns aber noch bevor an einem weiter entfernten Riff, an dem weit und breit keine Menschenseele außer uns fünf unterwegs war. Auf dem Weg dorthin hatten wir schon einige große Meeresschildkröten (zum Teil über einen Meter lang!) unter uns im Wasser gesehen. Hier ging es dann für eine Stunde mit Flossen und Schnorchel auf Safari – und was wir hier gesehen haben, werde ich nie wieder vergessen: In dem glasklaren Wasser schwammen wieder direkt unter uns mehrere große Meeresschildkröten und ließen sich in ihren entspannten Bahnen von uns nicht stören – zum Greifen nah! Man war das toll! ich habe richtig feuchte Augen bekommen!! Und das unter der ollen Taucherbrille. Außerdem gab es noch unzählige Fischschwärme, riesige Korallen und lauter buntes Zeugs zu sehen. Direkt unter uns waren zum Beispiel auch ein schon recht imposant großer Ammenhai (mit einem Babyhai auf seiner Flosse) und ein Barracuda zu sehen – später kreuzten dann noch ein paar “Eaglesrays” (kleine Mantas) unseren Weg.

Ein Bierchen nach einer Stunde Schnorcheln

Ich kann Euch sagen: Das war ein Erlebnis! und nun sitze ich total glücklich und entspannt direkt am Strand unter einer Palme mit dem Notebook auf dem Schoß und schreibe Euch ein paar Zeilen. Und bevor mir noch eine Kokosnuss auf das Notebook plumpst, mache ich die Kiste lieber wieder zu und genieße den Ausblick und diese himmlische Ruhe!!

Direkt am Strand – mit Notebook auf den Beinen….

und sonst so:

  • nach unserer Rückkehr wurden wir von “unserer” Familie gleich mit ein paar selbstgemachten Burgern, Nachos und Guacamole begrüsst
  • Bei unserer Ankunft wurde auf dem Dach von zwei Männern irgendetwas stundenlang zusammengeschweißt. Fachgerecht in Flipflops! Und während der eine der beiden gar keine Brille trug, hatte sich Nummer Zwei zum Schutz eine Sonnenbrille aufgesetzt 🤪. Dieter (Andreas` Vater – und Maurermeister) wäre bei dem Anblick glaube ich alles aus dem Gesicht gefallen .

Nach mindestens 20 Jahren habe ich zum ersten Mal wieder Schach gespielt gegen den 8jährigen Sohn der Familie – und so RICHTIG verloren 🙂

Hier geht alles ruhig und entspannt zu – selbst die Hunde sind gechillt… und zu müßig zum Bellen

Lernen! Lernen! Popernen!

So, Freunde des mexikanischen Bohneneintopfes!

Da bin ich wieder.

In ein paar Minuten rückt mein Freundchen an, und die Zeit bis dahin nutze ich noch für einen kurzen Beitrag zum Thema Sprachschule.

Kurz gefasst:

  • Sprachschule in 🇲🇽 Mexiko – super!
  • Bildungsurlaub nach niedersächsischen Recht -Hardcore!

Die Sprachschule liegt mitten im Ort, fußläufig von 5 Minuten von meinem Hotel entfernt – und das Ganze in einer kleinen parkähnlichen Anlage. Sehr chic 😀

Morgens ist hier die Welt auch noch in Ordnung, zwischen 8:00 Uhr und 9:00 Uhr beginnt die Schule, wir sind vier Leute in der Klasse, und der Unterricht geht bis 13:00 Uhr und macht viel Spaß. Wir lachen und lernen ziemlich viel!

Soweit, so gut! Nach einer sehr kurzen Mittagspause von 15-20 Minuten habe ich dann allerdings noch Einzelunterricht mit meinem Lehrer Enrique (der auch sehr gut ist) und das für 2-3 Stunden. Hört sich sehr o. k. an, ist aber ziemlich hart – keine Chance, sich mental mal 10 Sekunden vom Acker zu machen! Ich bin der Einzige in der ganzen Schule mit einem solch intensiven Programm. Selbst die Lehrerin schaut mich mittags am Ende des Unterrichtes mitleidig an! 🤣😂…. Aber, ich muss so viele Stunden machen, damit er als Bildungsurlaub in Niedersachsen anerkannt wird. Andere Mitschüler aus anderen Bundesländern machen Bildungsurlaub mit 10 Stunden weniger die Woche. …. trotzdem, alles sehr sehr fein, nur SEHR intensiv 🤪

Das Klassenzimmer

Meine Mitschüler machen ständig Witze, wie denn mein Nachmittag gewesen sei, beziehungsweise, dass sie es unmöglich länger in der Schule aushalten könnten. während ich heute Einzelunterricht hatte, ist ein Teil meiner Mitschüler auf die Insel Cozumel gefahren, def andere Teil besichtigt Maya Pyramiden und geht danach in einer großen Höhle in einem unterirdischen See schwimmen.

Dafür werde ICH mich nach dem Urlaub als spanischer Fremdsparachenkorrespondent selbständig machen – SOO!

Aber, was soll das: das ist doch alles nur oberflächlicher Firlefanz , wenn man in in der gleichen Zeit auch Pronomen lernen und Verben deklinieren kann 😉

¿Kostprobe?

Preposiciones

  • delante de – vor
  • Detrás de – hinter
  • Encima de – auf – encima de la mesa
  • Debajo de – unter
  • Cerca de – nah
  • Lejos – fern
  • Dentro de – inside
  • Fuera de – outside
  • Al lado de – next to
  • Entre – zwischen
  • A la izquierda- links
  • A la derecha- Rechts
  • Yo trabajo en la mañana- ich arbeite am Morgen
  • Yo trabajo mañana – ich arbeite morgen

Wie soll ich mir das so kurz vor der Altersteilzeit noch merken können?

Das ist meine Klasse 👍

Sonst so: Wirklich interessant, was hier an Getier unterwegs ist – die ganze Schule besteht aus halboffenen Hüten mit Dächern aus Palmenwedeln 🌴. Und des Öfteren fliegt mal ein sehr bunter Schmetterling 🦋 durch unsere Klassenhütte. Die beiden Mädels in meiner Klasse werden allerdings noch ein kleines Trauma davontragen. Denn über uns kreist ein großer Ventilator, der schon ein paar mal ein Exemplar der possierlichen Tierchen erfasste und mit einem Knack-Geräusch zu Boden beförderte.

Apropos Tiere: meine belgische Kommilitonin Emelie (26 Jahre, Eventmanagerin, und ziemlich posh) hatte schon mehrfach das Glück, die Tiere ganz hautnah kennenlernen zu dürfen: einmal fiel direkt hinter ihr ein “zarigüeya” von der Palme und nur dicht an ihrem Rücken vorbei. Es folgte natürlich ein hysterischer Schrei 😄

So ein “zarigüeya” fiel Emelie fast auf den Rücken 🙂

Und dann hatten wir auch schon zwei Mal Besuch von Mitgliedern einer “Iguana-Familie”, was im ersten Moment auch wieder zu einem spitzen Schrei bei Emelie führte.

iguana – Leider etwas unscharf, die kleinen Racker sind bei 30 Grad aber auch deutlich flinker als in einer deutschen Glasvitrine,

Und zum Schluss noch eine Anekdote am Rande:

Die Schulleiterin ist Typ “Mexikanische strenge Klavierlehrerin”…. Ich muss unbedingt versuchen, noch ein Foto von ihr zu schießen und hier online zu stellen!!Heute gab es atemberaubende High-Heals zu bewundern, Dazu ein SEHR üppiges Dekollete, dass aus allen Nähten platzt, passend zum drallen Kleid. Und dann noch dieser ziemlich strenge Blick und eine sehr große goldene (!!) 80er-Brille, über die sie gerne halb tadelnd/halb freundlich dreinschaut…. Ich möchte mir gar nicht ausmalen, was hier im Rektorin-Zimmer passiert, wenn man durch einen SprachTest fällt! AY KARAMBA – Morgen habe ich meinen ersten SprachTest, drückt mir die Daumen.So, der Andreas ist gleich hier – nach einer ziemlich langen Anreise.

So, der Andreas kommt hier jeden Moment an nach einer langen Anreise, mal sehen, wie so die Stimmung ist 🤪

asta luego, chicas!

Roberto