Stopp in Gualdalajara – Rückreise nach San Luis Potosí

Die sehr lange Rückreise von Puerto Vallarta nach San Luis Potosí (in einem Rutsch wahrscheinlich über 12 Stunden) nutzten Andreas, Alfredo, Uriel und ichfür eine Zwischenübernachtung in Mexikos zweitgrößter Stadt Guadalajara. Eingeladen wurden wir in das großzügige Haus von Alfredos und Uriels altem Freund Alberto.

Guanajuato

Kunst in Guanajuato

In Guadalajara beeindruckte mich insbesonders das Instituto Cultural Cabañas. Dabei handelte es sich mal wieder wie so häufig hier um ein Unesco Weltkulturerbe. Das Gebäude war mal ein sehr großes Weisenhaus und dient heute als Museum fur Moderne Kunst – in grossen historischen Gemächern. Wow!

Robert, Andreas, Uriel und Alfredo vor dem Instituto Cultural Cabañas
Instituto Cultural Cabañas: Innenhof

Bekannt ist dieses Museum unter anderem durch die Wandmalerien von José Clemente Orozcodie, einem der Begründer zeitgenössischer mexikanischer Malerei. Und gerade diese Wandfresken haben mich sehr beeindruckt – zum einen, weil sie mich so sehr an die Deutsche Zeitgenössische Kunst erinnerten. Zum anderen hätte auch das „Mensch-Maschine“-Thema der Bilder genauso in einen deutschen Saal zu sehen sein können. Wie gesagt: ich habe gestaunt über die Ähnlichkeiten!

Wand- und Deckenftresken von José Clemente Orozco
…und das sind die Räumlichkeiten eines ehemaligen Waisenhauses

Zum anderen waren da die tollen Bilder mexikanisch/indianischer Künstler: Knallbunt, die immer eine Geschichte zu erzählen scheinen.

Ist das jetzt moderne Kunst? Oder traditionelle indianische Kunst? 
Die Bilder sind übrigens gemalt sondern mit verschiedenen farbigen Bändern gelegt.

Die Bilder fand ich total interessant und hätte gern ein paar mehr Hintergründe zu den einzelnen Motiven gewusst

Hier wäre eine Führung sicher toll gewesen…. da muss ich mich noch mal reinlesen, 

Leider scheint sich diese Kunst wohl dem Ende zu neigen, da auch die letzten verbliebenen Indios nun eher den Verlockungen der modernen Welt erliegen und nicht mehr nach ihren Traditionen leben möchten. Oder aufgrund von Bodenschätzen aus ihren angestammten Gebieten vertrieben werden…. nungut, warum sollte die Geschichte hier auch anders verlaufen als überall sonst auf der Welt 😳

Der SILBERSACK von Guanajuato

Abends waren wir dann noch in einem sehr netten traditionellen mexikanischen Restaurant – und danach anscheinend in so etwas wie dem „Silbersack“ von Guadelojara: Cantina la Fuente

  • der Wirt lief durch die hohe Katakombe von Tisch zu Tisch
  • In seinem Kittel verbarg sich eine Flasche Tequila, mit der er bei Bedarf auffüllte
  • Auf einem Podest saß ein Pianospieler und spielte mexikanische Folklore – begleitet von den Stimmen und zum Teil dem Schunkeln  der Gäste.
  • Die Gaststätte soll schon uralt sein – wurde aber augenscheinlich noch nie grundsätzlich renoviert (wie der Silbersack halt )
  • Keine Leuchtteklame, kein Flatscreen,  keine Lautsprecher – stattdessen: Tequila 

…. ich hätte gern nen kurzes Video aufgenommen – die Leute sollten aber auch nicht denken, dass sie im Zoo sitzen

Diese klassischen alten „Cantinas“ (Gaststätten/Kneipen) sollen übrigens in den 90er-Jahren unpopulär geworden sein und viele schlossen. Inzwischen besinnt man sich aber wieder dieser „alten Kneipenkultur“ und sie erleben wohl seit ein paar Jahren wieder einen Aufwind und werden wieder mehr besucht. 

Am Morgen danach haben wir dann noch Alberto in in Tlaquepaque zum Frühstück getroffen, wo er zwei Restaurants hat.

Restaurant unseres Gastgebers Alberto
Zweites Restaurant von Alberto….. eher eine Taverne
Wie macht man einen Andreas glücklich? …. Frühstückszeit
Frühstück: Käse (ähnlich wie Mozzarella), mit Champignons und Zucchiniblüten – gebacken in einem Bananenblatt
Auch Andreas hat Seiten einer Diva

Und dann ging es wieder zurück nach San Luis Potosí….. 5 Stunden Autofahrt insgesamt….

Buenas Noches,

Roberto & Andreas Banderas

PS:und zum Thema Wetter noch zum Schluss – heute Nacht werden es in San Luis Potosí Minus 2 grad…. und hier noch ein Film zum letzten Tag in Puerto Vallarta. Man MUSSTE ein Taxi nehmen, da man gar nicht zu Fuß über die Straße gehen konnte. Die Straßen waren eher wie Flüsse. Die Gullydeckel wurden nach oben gedrückt und lagen ein paar Meter daneben. Und die Autos fuhren trotzdem drüber

Über 24 Stunden Dauer- bzw. Starkregen

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