
¡Arriba! ¡Arriba! ¡Ándale!
Über den Jahreswechsel sind Andreas und ich gemeinsam mit Uriel und seinem Schulfreund Alfredo nach Puerto Vallarta aufgebrochen.
Lustig ist dabei die mexikanische Definition von “weit” und “nicht weit” entfernt. Nach Mexiko City ist man beispielsweise 4 Stunden unterwegs mit dem Auto, und das ist “nicht weit” (nach mexikanischem Massstab). Auch unsere sonstigen Tagesziele waren mit Fahrzeiten von 3,5 – 4 Stunden “nicht weit” nach mexikanischer Definition. Nach Puerto Vallarta waren es nun aber über 9 Stunden. Das ist dann schon mal ne weitere Strecke.
Tlaquepaque
Die Entfernung nutzten wir auf der Hinreise zu einem Einkehrschwung in Tlaquepaque. Eigentlich handelt es sich dabei um eine eigenständige Stadt – immerhin auch schon mit über 600.000 Einwohnern. Durch das nahe gelegene große Guadalajara (2 Mio. Einwohner) – das sich immer mehr ausbreitet – ist die Stadt aber quasi eingenommen worden von Guadalajara.
Wir sind dann gleich über Nacht geblieben – und das hat sich wirklich gewohnt: eine sehr schöne Stadt mit vielen historischen Bauten und traditionellem Handwerk. Außerdem haben sich hier ziemlich viele wohlhabende US-Amerikaner für ihren Altersruhesitz niedergelassen – und blasen entsprechend Geld in die Stadt, was man auch sehen kann. Sehr chic!



Auf der Hinreise hatte sich Alfredo allerdings noch etwas besonderes einfallen lassen. Er hatte uns einen Platz in einem großen, klassischen mexikanischen Lokal reserviert. Das Restaurant war wirklich ausgesprochen schön und authentiko. Ob es wirklich notwendig war, gleichzeitig zwei komplette Mariachi-Kapellem gegeneinander antreten zu lassen, ist wahrscheinlich eher eine mexikanische Geschmacksfrage. Für meine europäischen Ohren war es ehrlich gesagt zu laut. Außerdem spielten beide Kapellen quasi gegeneinander an. Man hatte quasi stereo von beiden Seiten, aber mit unterschiedlichen Liedern 🤪. Aber so ist es hier eigentlich überall in Mexiko, es ist überall sehr sehr laut. Trotzdem: ein sehr großer Spaß! wir hatten zu Alfredo und Uriel gesagt, dass Sie bitte etwas möglichst klassisch Mexikanisches für uns bestellen sollten, und dass wir alles probieren würden. Das war auch alles sehr gut. Mit einer Ausnahme: die gekochte Schweineschnauze (auf dem Foto zu sehen) war so gar nicht nach Andreas’ und meinem Gusto, obwohl wir versucht hatten, möglichst neutral heranzugehen. naja: es wird schon seinen Grund haben, warum Schweineschnauzen auf deutschen Speisekarten eher selten zu finden sind.







Danach ging es weiter nach Tlaquepaque – wie gesagt, ein sehr schönes altes Städtchen.






Puerto Vallarta
Und am nächsten Morgen waren es dann noch einmal 5 Stunden, bis wir im Puerto Vallarta eingetroffen waren. Ein sehr großer, aber trotzdem angenehmer Touristenort am Pazifik. Hier haben wir dann die nächsten Tage verbracht, tagsüber überwiegend am Strand, abends in den vielen Gaststätten und Kneipen. Dazu muss man ehrlicherweise noch sagen, dass Puerto Vallarta DIE schwule Hochburg Latein- und Südamerikas sein soll (so haben uns das zumindest Uriel und Alfredo erzählt). Dementsprechend sah auch das Nachtleben hier aus: Ein Zielgruppenlokal neben dem nächsten! Ich habe glaube ich noch nie meinem Leben so viele Lieder von Cher, Madonna und Britney Spears gehört! Wir hatten hier viel Spaß und es gab ordentlich was zu gucken!

Und Silvester war dann auch richtig super. Wir hatten es uns am 30.12 bereits am Strand ziemlich gut gehen lassen…. der Kellner kam alle paar Minuten vorbei, die Sonne schien, und ein eiskaltes Bier 🍺 kostete umgerechnet unter 2 Euro (inklusive Sitzplatz unterm Sonnenschirm) ⛱. Naja, Ihr könnt Euch denken, wie der Tag viel viel später endete…. die Moral von der Geschichte: uns allen war am Silvestertag ziemlich blümerant zumute, Uriel wunderte sich, warum er keine Stimme mehr hatte (bis wir ihm ein paar Videozusammenschnitte seiner musikalischen Darbietungen des Vortages vorspielten).





Wie gesagt: Silvester begann dann mit sehr angezogener Handbremse, endete dann aber trotzdem erst um 6:30 in unserer Ferienwohnung. Hariassis!
Und Morgen geht es dann schon wieder zurück- mit einem Abstecher nach Guadalajara.
Euch allen eine gute Zeit, lasst euch von dem Wetter in Deutschland nicht unterkriegen (hier war heute auch richtig Dauerregen!)
Mit einer großen Silvesterrakete grüßen,
Roberto González und Andreas, die Knalltüte
Euch auch schönes neues Jahr!
Schweineschnauzen hört sich sehr gewöhnungsbedürftig an.🐽🐽🐽
Hat man die Nasenlöcher noch gesehen?
Viel Spaß noch in der Sonne
Maren
Moin Maren! Nee, die Schnauze kann man auch auf einem der Fotos sehen – bzw. nicht sehen. Das Ganze sah aus wie lange Fleischstreifen, war aber irgendwie nur Knorpelkram – und wurde im Mund mehr 😳. War nicht so Andreas und mein Fall
Oh, Knorpelkram… Gab es nicht so etwas ähnliches auch in Thailand vom Huhn?
🤔🤤
Naja, soviel hatte ich von dem Zeug nicht. Normal kann man ein bisschen Knorpelkram ja auch wegkauen, mein Stück bestand aber irgendwie 100% nur aus Knorpel. Aber vielleicht stelle ich mich da auch etwas an, Alfredo und Uriel haben genüsslich den gesamten Teller weggeputzt 🤪.
Frohes Neues, Männer und vielen Dank für die geile Post, wir haben uns sehr gefreut.
Wir verfolgen weiterhin sehr gespannt Eure Reise.
Lass es Euch gut gehen!