Da ich bis morgen noch Schule habe, sind wir diese Woche nicht rumgereist. Daher gibt es auch nicht so viel zu berichten. Trotzdem macht man ja auch so den ganzen Tag seine Beobachtungen, und an einem Teil dieser Beobachtungen möchten wir euch teilhaben lassen.
Unser Hotel
Ich habe nun fast 14 Tage in einem kleinen Hotel in Player Dell Carmen gewohnt, Andreas ist ja seit einer Woche dabei. War alles sehr schön hier, und im Vergleich zu dem Trubel rings um uns rum eine Oase der Ruhe, wie man auf den Fotos glaube ich schon erkennen kann.
Mein persönlicher Höhepunkt hier war allerdings, nach der Schule wieder einen Blick in das Zimmer zu werfen, um zu sehen, wie die Reinigungsdamen, mein Zimmer hinterlassen haben. genauer gesagt geht es um die Art und Weise, wie die Handtücher nach dem Wechsel auf dem Bett oder im Badezimmer und therapiert worden. Jeden Tag gab es einen neuen Traum aus Frottee zu bewundern! Die Damen müssen irgendwie einen Wochenendkurs im Handtuch falten belegt haben, vielleicht gibt es auch einen YouTube Kanal „Handtuch-Origami“ oder „Albträume aus Plüsch“. Hier mal ein kleiner Auszug aus dem täglichen
Ist das nun Godzilla mit Flügeln oder ein Elefant?
Auch hier waren wir uns nicht ganz einig, ob er sich ob es sich hier um einen Bondage-SM-Hasen handelt.Da freut man sich doch jedes Mal, wenn man mal wieder auf die Toilette muss
Einkauserlebnisse
Es gibt hier unwahrscheinlich viele kleine Supermärkte, quasi an jeder Ecke, ähnlich wie unsere Tankstellen Shops, nur in viel bunter und günstiger. Ein wirklich neues Erlebnis waren für uns allerdings die Supermärkte, drei von diesen riesigen Dingern sind unmittelbar in unserer Nähe. 
Farbenvielfalt in den Andenkenläden hier.Da kann man beim Einkaufen schon das Gefühl bekommen, dass einem vor lauter Farbrausch gleich die Pupille platzt.Hier mal ein Foto aus einem der drei großen Supermärkte in direkter Nachbarschaft. Und ihr könnt euch glaube ich gar nicht vorstellen, vor welchem Problem ich stand, als ich einfach nur Milch für mein Müsli am ersten Tag kaufen wollteVor diesem Regal stand ich zuerst, auf der Suche nach ganz normaler H-Milch. Das im Hintergrund bin übrigens ich. Nach mehreren Minuten verzweifelter Suche, Personal, dass auf mich zukam und mir helfen wollte, aber kein Deutsch sprach, wurde mir geholfen: ich wollte doch einfach nur Milch! Uriel hat mir dann gottseidank via Messenger mitgeteilt, wie ganz normale Milch heißt (danke!). hier war ich übrigens komplett falsch, denn hier handelt es sich ausschließlich um Soja-Milch, laktosefreie Milch und andere Spezialitäten.Das zweite Regal, dass ich noch nicht entdeckt hatte (gleicher Supermarkt, ein paar Gänge weiter). Auch hier bin ich im Hintergrund zu sehen. Ihr seht hier auf der rechten Seite ausschließlich Milch! Das sind doch andere Dimensionen, als in unserem Edeka Markt auf der Lister Meile in Hannover 😁😁Hier wird Federvieh für das Weihnachtsfest feilgeboten, platziert auf mit Eis gefüllten Aluschalen. Dahinter seht ihr die offene Auslage von Geflügelfleisch - auch auf weiß, aber halt komplett offen.Handelt es sich hier um ein Reinigungsmittel für eine Bodybuilder-Zielgruppe? Oder sollen hier homosexuelle Reinigungskräfte angesprochen werden? Das Toastbrot kenne ich schon aus Spanien, aber ich muss trotzdem immer schmunzeln, wenn ich es sehe. Die Produktbezeichnung wäre in Deutschland wahrscheinlich nicht marktgängig
Auf der Straße
Auch so einige aufgetunete Käfer gibt es noch immer hier im Straßenbild zu sehen. Zwar selten, aber dafür umso beeindruckender gepimptIch hätte gern die Besitzerin dieses Fahrrads bei ihrem Werk fotografiert, leider habe ich dieses Gefährt nur so am Straßenrand stehen sehen. Wäre trotzdem interessant zu sehen, wie das Ganze funktioniert
Straßenbild
Das ist schon Alles eine sehr farbenfroh Angelegenheit hier. Anbei nur ein paar Schnappschüsse, die auf dem Weg zu meiner Sprachschule liegen, beziehungsweise einfach Häuser bei uns in der Nachbarschaft.
Und zum Schluss….
… noch eine Anregung für triste Großraumbüros oder auch Privathaushalte: So eine selbstgestrickte (oder gehäkelte?) 10-Liter-Wasserspender-Umpuschelung ist doch eine Zierde für jedes Büro! Sie sieht gut aus, bringt Farbe in den Büroalltag, ist peppig, und ist unglaublich praktisch!
So – Morgen gibts mehr zu lesen – Doppel-Schwör! Ich muss jetzt ins Bett, Morgen ist mein Abschlusstest an der Sprachschule….. und eins steht schon mal fest: auf Fremdsprachenkorrespondentin werde ich in diesem Leben nicht mehr umschulen!!
Gestern hatte der kleine Andreas Geburtstag 🎈 🎁 🎂 ! Und auch noch einen Runden dazu 🙃
Nema (Venezuela), Gregory (Schweden), Kirk (Texas) und ich (hinter der Kamera 😁) „feiern“ in Andreas‘ Geburtstag rein – ein bisschen Meeresrauschen (hinten zu sehen) und Mosquitos 🦟 inklusive
Passend wurden wir morgens schon erwartet mit einem passenden kleinen Geburtstagskuchen 🍰…
Sehr schön – und der kleine Mattias wollte unbedingt noch eine Runde Schach mit Ændy spielen – und Andreas hat ihn gnadenlos abgezogen (hatte aber auch seine Schwierigkeiten)…. der kleene Pöks ist nämlich in einer Schachschule.
Frühstück mit Schachmeister Mattias und Geburtstagskuchen (man achte auf die Kerze!)Frühstück Die internationale Familie (Venezuela und USA), die uns gleich in den Kreis der Familie aufnahm -sowie rechts die beiden Hotelbesitzer David und Lea
Nach dem Frühstück 🍳🥞 hieß es dann Abschied nehmen aus dem Paradies PUNTA ALLEN.
Das „Straßenbild“ von Punta AllenEinfach nur ein Steinhaufen in Punta Allen: Wie viele Leguane könnt Ihr im Hintergrund sehen?Punta AllenDie alte Brücke nach Punta AllenAuch bei der „neuen“ Brücke (über die wir gefahren sind) hätte der deutsche TÜV sicher ein paar Nachfragen
Es ging wieder zurück über Holperpiste – allerdings mit einem Zwischenstopp in COBÁ. Dabei handelt es sich um eine riesige historische Ruinenstadt der Maya – mitten im Dschungel. Herzstück ist eine 42 Meter hohe Pyramide – die es zu erklimmen galt. Es hatte in der Nacht etwas geregnet, dementsprechend waren die 30 Grad durch die hohe Luftfeuchtigkeit noch etwas drückender als die Tage zuvor. Und das mit unseren farbenfrohen Sonnenbränden von der Bootstour des Vortages.
Mir wurde übrigens gesagt, das die Mexikaner uns Deutsche wegen der Farbgebung deswegen auch gern „Shrimps“ 🦐 nennen …. gepasst hätte es jedenfalls.
Erbaut wurde Cobá während der klassischen Mayaperiode (600–900 n. Chr.) – zu einer Zeit also, als wir und noch mit Fellen bekleidet gegenseitig auf die Helme gehauen haben. Die Stadt nahm eine Fläche von bis zu 70 km² ein – davon ist heute natürlich nicht mehr viel zu sehen. Trotzdem: sehr beeindruckend!
Die große Pyramide von Cobá Sehen horstig aus, sind aber absolut notwendig: StrohhüteKommt, das hat schon ein bisschen was von Indiana Jones 😅 Und es war schon ein sehr erhabenes Gefühl, in der Höhe über den Urwald zu schauen – so weit das Auge reichtDie große Pyramide von Cobá – über 40 Meter hoch!Ændy, die alte Bergziege, macht ne gute Figur! Und das bei sehr hohen Treppenstufen – und einer großen Neigung, nach hinten kippen kann ne eine ganz schön schmerzhafte Angelegenheit werden.Wir sind derzeit auf der östlichen Seite der Halbinsel Yucatan unterwegs
Was soll ich sagen: gestern war so ein unglaublich schöner Tag – das kann ich gar nicht so recht beschreiben. Trotzdem ein Versuch!
Der Strand von Punta Allen – und links unsere Unterkunft für das letzte Wochenende
Vorgeschichte: Freitag war meine erste Sprachschul-Rosskur-Woche zu Ende. Aber im Sprachtest habe ich dann tatsächlich 8,8 von 10 möglichen Punkten erreicht. Und Ihr könnt Euch gar nicht vorstellen, wie sehr ich mich auf das Wochenende gefreut hatte! Andreas und ich sind dann Freitag von Playa del Carmen mit einem Mietwagen (geilo – 8€ am Tag!!) nach PUNTA ALLEN aufgebrochen. Ein verschlafenes Fischerdorf mit 400 Einwohnern – am Ende einer endlos langen Landzunge. Der Ort liegt am karibischen Meer – und ist der einzige Ort hier am Biosphärenreservat “Sian Ka`An” (Unesco-Weltkulturerbe – 5.280 km²). Ich hatte im Vorfeld schon gelesen, dass hier 4.000 Pflanzenarten, 28 Säugetierarten, 400 Fischarten und 300 Vogelarten eine Heimat haben!
Prachtfregattenvogel – von denen haben wir viele gesehen. Und über unserem Haus und am Strand zogen Scharen von Pelikanen ihre Kreise
Aber erst einmal mussten wir ja ankommen. Vom letzten “zivilisierten” Ort Tulum (DER Hippie-, Hipster- und Yoga-Hotspot schlechthin) waren es noch einmal 30 km – und dafür haben wir dann auch mit dem Auto 2 Stunden (!!) gebraucht. Die Mexikaner, denen ich hier von meinen Reiseplänen im erzählt hatte, haben mir alle abgeraten und mich nur ungläubig angeschaut. Was ich denn an diesem abgelegnen Ort wolle? Es gäbe dort ja überhaupt keine Partys, keine richtigen Restaurants, keine Musik und da sei ja der Hund verfroren…. Und mit jedem dieser Argumente wurde mein Wunsch, hierherzufahren größer und mein Lächeln breiter. Und was soll ich sagen: es war sogar noch viel “schlimmer”: Es gab nur stundenweise Elektrizität – und zu dieser Zeit auch nur eine lausige Internetverbindung. Es gab absolut KEIN Handynetz, keine Straßen (eher ein kraterähnlicher freier Pfad) keine Fernseher, fließend kaltes Wasser und 0,0 Remmidemmi (Deswegen auch jetzt erst der verspätete Blog-Eintrag). Herrlich! Wir waren am Arsch der Welt angekommen – wunderschön!
Neben einem schwedischen Paar und einer fünfköpfigen “venezuelanisch-texanisch-mexikanischen” Familie waren wir auch wahrscheinlich die einzigen Gäste an diesem verwunschenen Ort. Auf Grund der Lage in einem geschützten Gebiet und der relativ beschwerlichen Anreise werden sich hier auch hoffentlich nie Hilton-Hotels, Supermärkte oder ähnliches ansiedeln können.
Punta Allen: Blick von unserer “Terrasse” Richtung Meer
Eine Tex-Mex-Venez-Famile, die wir dort kennenlernten, kommt fast wöchentlich hierher – und wohnte auch in unserer kleinen Unterkunft, und wir waren irgendwie gleich Teil der Familie: wir haben gleich gemeinsam gefrühstückt – die Venezuelanerin hatte für uns Arepas mit Ei und Käse zum Frühstück in der Gemeinschaftsküche gemacht (Arepas sind fritierte Maisfladen, ein bisschen wie Pitas).
HAUPTGESCHICHTE: Nun komme ich zum wunderschönen gestrigen Tag: Wir haben eine Bootstour mit unserem Herbergsvater David gemacht – ne ziemlich coole Type Mitte 30 – und wie die meisten Einheimischen in Punta Allens ein richtiger Maya.
David: Unser Gastgeber, Tourguide und Schnorchelprofi
David erzählte uns unter anderem, dass hier schon mehrfach Drogenpakete angeschwemmt worden sind. Unter anderem hatte er am Strand schon ein Kilopket Kokain gefunden, dass er für 50.000 Pesos weiterverkaufen konnte. 50.000 Pesos sind ca 2.500 €. Der Betrag war so gering, weil die Ware feucht geworden war. Er hat aber auch schon drei Kilo Marihuana gefunden – die aber wahrscheinlich eher zur Selbstmedikation Verwendung fanden. Mit ihm und den beiden Schweden sind wir hinaus aus den Mangrovensümpfen in eine große Lagune gefahren – vorbei an Fischadlern und lauter anderem großen Federvieh.
Mehrere Delfinfamilien schwammen entspannt neben uns her an einer Stelle, die auch von einigen anderen Ausflugsbooten genutzt wurde.
Mehrere Delfinfamilien neben unserem kleinen BootDann ging es auch schon wieder weiter zum “Snake Island”, wo unzählige Kormorane, Große Prachtfregattvögel, Braunpelikane und “Bobo Café” (eine Tölpelart) in den Bäumen saßen. Man war das schön! Snake-Island – und uns herum nur Natur!
Der Höhepunkt stand uns aber noch bevor an einem weiter entfernten Riff, an dem weit und breit keine Menschenseele außer uns fünf unterwegs war. Auf dem Weg dorthin hatten wir schon einige große Meeresschildkröten (zum Teil über einen Meter lang!) unter uns im Wasser gesehen. Hier ging es dann für eine Stunde mit Flossen und Schnorchel auf Safari – und was wir hier gesehen haben, werde ich nie wieder vergessen: In dem glasklaren Wasser schwammen wieder direkt unter uns mehrere große Meeresschildkröten und ließen sich in ihren entspannten Bahnen von uns nicht stören – zum Greifen nah! Man war das toll! ich habe richtig feuchte Augen bekommen!! Und das unter der ollen Taucherbrille. Außerdem gab es noch unzählige Fischschwärme, riesige Korallen und lauter buntes Zeugs zu sehen. Direkt unter uns waren zum Beispiel auch ein schon recht imposant großer Ammenhai (mit einem Babyhai auf seiner Flosse) und ein Barracuda zu sehen – später kreuzten dann noch ein paar “Eaglesrays” (kleine Mantas) unseren Weg.
Ein Bierchen nach einer Stunde Schnorcheln
Ich kann Euch sagen: Das war ein Erlebnis! und nun sitze ich total glücklich und entspannt direkt am Strand unter einer Palme mit dem Notebook auf dem Schoß und schreibe Euch ein paar Zeilen. Und bevor mir noch eine Kokosnuss auf das Notebook plumpst, mache ich die Kiste lieber wieder zu und genieße den Ausblick und diese himmlische Ruhe!!
Direkt am Strand – mit Notebook auf den Beinen….
und sonst so:
nach unserer Rückkehr wurden wir von “unserer” Familie gleich mit ein paar selbstgemachten Burgern, Nachos und Guacamole begrüsst
Bei unserer Ankunft wurde auf dem Dach von zwei Männern irgendetwas stundenlang zusammengeschweißt. Fachgerecht in Flipflops! Und während der eine der beiden gar keine Brille trug, hatte sich Nummer Zwei zum Schutz eine Sonnenbrille aufgesetzt 🤪. Dieter (Andreas` Vater – und Maurermeister) wäre bei dem Anblick glaube ich alles aus dem Gesicht gefallen .
Nach mindestens 20 Jahren habe ich zum ersten Mal wieder Schach gespielt gegen den 8jährigen Sohn der Familie – und so RICHTIG verloren 🙂
Hier geht alles ruhig und entspannt zu – selbst die Hunde sind gechillt… und zu müßig zum Bellen
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