Valladolid

Valladolid ist ein sehr schöner Ort in der Mitte der Halbinsel Yucatan. Er wirkt wie ein größeres Dorf, und man würde nicht denken, dass der Ort über 80.000 Einwohner haben soll. Die kleinen umtriebigen Gassen gehen direkt von der großen Kirche ab, und hier tummelt sich auch das geschäftige Leben im Ort.

Was wirklich auffällt ist, wie klein die Leute hier sind😉. Die Mexikaner in Playa Del Carmen waren schon deutlich kleiner als Europäer. Aber hier sind die Männer durchschnittlich 1,60 m groß, die Frauen deutlich kleiner. da fühlte ich mich tatsächlich ein bisschen weh Gulliver in Lilliput beziehungsweise Gandalf im Auenland.



Casa Flor
Mit unsere Unterkunft haben wir einen echten Glücksgriff gehabt: Casa Flor! Monah, vielen Dank für den Tipp! Das war wirklich ein Traum!
Die Inhaber Ceasar (ein Schweizer mit peruanischen Wurzeln) und Lisa (eine Österreicherin) haben hier mit Freunden gemeinsam ein sehr schönes und intimes Urlaubsdomizil geschaffen. Die Casa hat tatsächlich nur zwei Zimmer (ZWEI!). Neben uns waren ein amerikanisches Pärchen die einzigen Gäste. Cesar und Lisa betreiben ein Stück entfernt eine kleine Farm, auf der sie sich fast komplett selbst versorgen. Und das spiegele sich auch beispielsweise bei unserem Frühstück wieder: die Eier stammten von den eigenen Hühnern, das Brot war selbst gebacken, die Marmelade selbst eingekocht. Auch den Salat und all die anderen Zutaten haben die beiden selber hergestellt. Wir hatten wirklich das Gefühl, dass man zu Gast bei guten Freunden ist.








Die beiden sind Mitglied in einem regionalen Kollektiv, dass sich auf die Fahnen geschrieben hat, nachhaltigen Tourismus umzusetzen, und alte Tradition wieder aufleben zu lassen. Wir aßen beispielsweise auch von Geschirr eines befreundeten Töpfers. Die Teller konnte man dann auch direkt vor Ort erstehen.
Das Anwesen war ein bisschen dem marokkanischen Stil nachempfunden. Von außen ein eher schmuckloses Gebäude, innen dann ein opulent begrünter Innenhof mit einem Brunnen und mächtig viel Grün. Auf der überdachten Dachterrasse gab es dann noch eine große Badewanne, schon eher ein Whirlpool aufgrund der Größe!
Aber schaut euch selbst dazu die Fotos an, um euch ein Bild davon zu machen.

Als wenn man durch eine aktuelle Ausgabe von „Schöner Wohnen“ wandeln würde.
Chichén Itzá
Am Samstag war dann unser großer kulturgeschichtlicher Reisetag: Chichén Itzá und Ek Balam standen auf dem Programm.
Chichén Itzá bitte nicht verwechseln mit „Chicken Tikka“ in indischen Restaurants – das ist was anderes🤪.
Chichén Itzá ist eine riesige Maya Tempelanlage. – Von der bisher noch nicht einmal 20 % freigelegt wurden! Sie gehört sowohl zum UNESCO Welterbe, als auch zu den sieben Neuen Weltwunder.
Es war eine super Idee, hier eine Führung zu buchen. Andernfalls hätten wir viele HintergrundInformationen nicht bekommen. Das die Maya zu ihrer Zeit Menschenopfer den Göttern dargeboten haben, kennt man ja aus geschichtlichen Dokumentationen wie „Indiana Jones“ oder „Lara Croft- Tomb Raider“ zur Genüge.. Das ist allerdings eine außerordentliche Ehre war, und man auserkoren wurde, Opfer zu sein, war mir neu. So wurden beispielsweise Ballspiele veranstaltet, bei denen der Gewinner (jawohl!) die Ehre hatte, den Göttern geopfert zu werden! Gut, dass ich nicht Fußball spielen kann! Gespielt wurde nicht mit den Händen oder Füßen sondern mit Ellenbogen, Knien und Hüfte!

Außerdem interessant: die Maya hatten bereits wie wir einen jährlichen Kalender mit 365 Tagen. Dementsprechend ist die Tempelanlage auch aufgebaut (Anzahl von Stufen und Säulen). Bis heute ist es ein Rätsel, wie man die Steine für den Bau der Anlagen geteilt hat und aufstapeln konnte, ohne Metallwerkzeuge & Co. Genau so ein Rätsel ist es, warum die Maya-Kultur hier irgendwann verschwunden ist, und die Stadt zurück gelassen wurde.
Und dann gibt es noch ein paar Effekte, die einen wirklich staunen lassen, und aussehen wie aus einer Zaubershow: so erscheint beispielsweise jedes Jahr zur Sommer- und zur Wintersonnenwende die Anlage in einem besonderen Licht, das man nur an diesem Tag sehen kann. Durch den Licht- und Schattenwurf werden Ornamente und Muster sichtbar. Beispielsweise kann man durch den Schattenwurf eine Schlange sehen, die sich die Treppen hinunterwindet, die sonst unsichtbar ist. Da können sich die Ehrlich-Brothers mal ne Scheibe von abschneiden! So!



EK Balam
EK Balam war dann die zweite Tempelstätte, die wir uns angesehen haben, und ein krasser Gegensatz zu Chichén Itzá: Während Chichén Itzá sehr stark von Touristen heimgesucht wird, und sich unzählige Reisebusse vor dem Eingang stapeln, war in EK Balam tote Hose! Außer uns hatten sich nur ein paar weitere Touristen an diesem Ort verirrt (US-Amerikaner – wie immer sehr laut und sehr….. naja Amis halt!), warum wissen wir auch nicht genau, denn die Maya Stätte ist ähnlich bedeutend wie Chichén Itzá. Der große Unterschied ist, dass man sich hier tatsächlich wie in einem Abenteuerfilm fühlt, da die riesigen Anlage noch immer sehr stark zugewuchert sind mit Bäumen, Lianen und anderem Grünzeugs


Und dann – Last but not least – waren wir auch noch in einem “Cenote”

Cenotes sind unterirdische Höhlen, die unten mit einem Süßwassersee gefüllt sind. Manche sind komplett geschlossen, manche haben nach oben ein kleines Loch, das Licht in das Innere lässt (Siebe Foto), und andere sind über die Jahrtausende auch komplett eingestürzt und nach Oben offen. Es gibt über 1.000 bekannte Cenotes in Yucatan – und unzählige weitere, von denen man noch nichts weiß. Da durch Yucatan kein Fluss fließt, sind diese unterirdischen Seen eine wichtige Quelle zur Versorgung mit Süßwasser. Und: das hat schon was von “die drei Fragezeichen” und großem Abenteuer wenn man so eine unterirdische Höhle betritt! Zum darin schwimmen reichte leider unsere Zeit nicht.
Apropos: einige dieser Höhlen haben auch eine unterirdische Verbindung ins Meer und hier soll man mit Seekühen schwimmen können!! Das wäre auch noch was gewesen, fast noch toller als unser Schnorcheln 🤿 mit den Meeresschildkröten 🐢! Aber nur fast!
Und zum Schhluss: Mädels, wir sehen, dass ziemlich viel Traffic auf der Seite ist. Aber irgendwie gibt es leider ziemlich wenig Kommentare. Deswegen weinen Andreas und ich jeden Abend! Daher hier mein toller Vorschlag: Unter allen Kommentaren verlose ich ein super tolles Urlaubsmitbringsel aus Mexiko! Und ich verspreche, es wird gar nicht so Scheiße sein!
Und noch ein kleines bisschen Mitleid erhaschen zum Schluss: diesen Artikel hatte ich gestern bereits geschrieben, das Ganze hat mich 2-3 Stunden gekostet. Kurz vor Ende ist das Internet abgeschmiert, und der gesamte Artikel war verloren! Da hieß es: noch einmal alles von vorne schreiben! Ich möchte die Flüche, die ich gn Himmel gesandt habe, nicht wiederholen, es wäre nicht jugendfrei.

Bei Euch ist JETZT schon Heiligabend (ich sitze gerade mit einem Cuba Libre am Strand con Isla 🌴 Mujeres) – deswegen wird es morgen noch ein großes Weihnachts-Spezial geben! Euch werden die Augäpfel platzen, echt mal! Hier ein kleiner Vorgeschmack:
Also: obwohl Heiligabend ist, lohnt sich morgen Nachmittag noch mal das zugreifen auf unseren Blog. Und während bei euch Bescherung ist, sitzen Andreas und ich im Flugzeug von Yucatan nach San Louis Potosí. Euch schon einmal: ein sehr schönes und entspanntes Weihnachtsfest! Wie bei uns Weihnachten verlaufen wird, das werden wir in den nächsten Tagen berichten. Wir haben hier ja Weihnachten mit Familienanschluss!
Genug jetzt…. hier ist noch Happy Hour…. alles zum halben Preis! Man muss Prioritäten setzen.
Adiós,
Speedy Roberto Gonzales (die schnellste Maus 🐭 von Mexiko!)
Also, zu Weihnachten soll hier keiner weinen. Von daher ein Kommentar für Euch mit den besten Weihnachtsgrüßen. Habt weiterhin eine tolle Zeit.
Und ausserdem will ich das super duper Mitbringsel gewinnen!!!Jawohl!!!
Hallo Volker! Bescherung war wohl bei euch auch nicht? Oder sind die Kinder so aufgeregt, dass wir die Bescherung vorziehen musstet? Meine Eltern erzählen immer gern, dass bei uns Bescherung spätestens um 14:00 Uhr war, weil ich es nicht mehr aushalten konnte
Bescherung gab es wieder reichlich mit dem Weihnachtsmann, gefühlt die letzte verbliebene Respektperson.
Aber um die Aufregung zu verkürzen, gehe ich die letzten Jahre mit denen vormittags immer ins Kino… Anders würde es sonst nicht gehen und es würde Bescherung geben bevor die Omas und Opas da sind.
Feliz Navidad, Ihr Zwei und vielen Dank für die geilen Bilder und Videos zu den grandiosen und fesselnden Texten von Robsi.
Ich schaue im Stundentakt vorbei und wir hätten gerne eine Flasche Tequila mit Jägermeister-Geschmack… ;o)
Grüße aus Broitown
Hallo Volker! Bescherung war wohl bei euch auch nicht? Oder sind die Kinder so aufgeregt, dass wir die Bescherung vorziehen musstet? Meine Eltern erzählen immer gern, dass bei uns Bescherung spätestens um 14:00 Uhr war, weil ich es nicht mehr aushalten konnte
Das mit dem Tequila kann klar gehen! Allerdings mit dem Jägermeistergeschmack wird es schwierig 🤪. Es ist wirklich fürchterlich, an jeder Ecke wird Tequila angeboten, und ich mag das Zeug gar nicht
Das geht uns ganz ähnlich, deshalb:
Wir trinken Jägermeister… weil wir von Tequila immer kotzen müssen!
Na dann möchte ich auch zum Gewinnerkreis aufgenommen werden,
Ne echt coole Tour habt da zusammengebaut, ich bin gespannt wie es weiter geht
Liebe Grüße und frohe Weihnachten
Hey Amigos, muchas gracias für den super Reisebericht…ich freue mich immer auf neue Beiträge…schön, dass euch die Unterkunft in Valladolid gefallen hat, wenn nicht wäre es auch strange:-) Viel Spaß noch